hello everyone

27.9. – 17.10.2021

17 Künstler:innen. 5 Orte im öffentlichen Raum.
🚴‍♀️ Geführte Tour am 9.10. um 14:00. 🚴‍♂️
🚴‍♂️ Location 1 🚴‍♀️
Stuttgarter Allee 7


Michael Hahn
Damals hatte ich immer die Butter vergessen, 2021

Tobias Hild
o.T., 2019

Heide Nord
Andere Sonnen, 2021
🚴‍♀️ Location 2 🚴‍♂️
Karl-Heine-Str. 106


Anna M. Kempe
Japanische Wolke, 2021

Doris Frohnapfel
Kopf oder Zahl, 2019

Hubert Becker
Clearing Winter Storm, 2011
🚴‍♂️ Location 3 🚴‍♀️
Gießerstr. 14


Caroline Hake
paper, 2021

Christian Bär
toir, 2021

Karoline Schneider
aqua, 2020

Timo Hinze
o.T., 2021

Selma van Panhuis
o.T., 2021
🚴‍♀️ Location 4 🚴‍♂️
Zschochersche Str. 79


Katharina Immekus
Lampions, 2020

Carolina Perez Pallares
Still haven‘t found my place, 2021
🚴‍♂️ Location 5 🚴‍♀️
Windmühlenstr. 22


Romy Julia Kroppe
strandhütchen fm/mv, 2021

Bea Meyer
Lage, 2021

Anna Vovan
Untitled, 2021

Verena Winkelmann
V.W 1998-2000, 2021
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Tobias Hild – Entwicklung

„Wenn ich male, habe ich das Gefühl, ich mache das Richtige“ – so charakterisiert Tobias Hild sein tief verwurzeltes Bedürfnis nach künstlerischer Tätigkeit und Äußerung. In farbenfrohen Zeichnungen offenbart sich ein unbändiger Drang nach der Erschaffung neuer Formen und abenteuerlicher Welten. Intuitive Neugierde und die Suche nach Beständigkeit sind nur scheinbar gegensätzliche Parameter, die bei Hild zu einer komplexen Bildsprache verwoben werden. In seinem künstlerischen Kosmos bewahren sich Kindheitserinnerungen, begleitet von naiven Darstellungsformen, die in einem aufwendigen Malprozess konkrete Gestalt annehmen. So ist über einen längeren Zeitraum eine umfassende neue Serie – größtenteils Papierarbeiten, aber auch Malereien auf Leinwand – entstanden, deren Dichte und Klarheit Hilds Gestaltungswillen lebhaften Ausdruck verleihen. Er konzentriert sich auf narrative Figurenkompositionen. Oft grenzen schwarze, grob gezogene Umrisslinien Objekte und Körper vom farbigen Grund ab. Graphische und zeichnerische Elemente in Schwarzweiß stehen im Kontrast zum Einsatz kräftiger satter Farben. Mit deckenden Acryl-Stiften sind die Papieroberflächen mehrfach, zum Teil in dicken Farbschichten übermalt, detailreich durchgearbeitet und so lange modelliert, bis das jeweilige Motiv seine endgültige Festigkeit erlangt hat. Auf engstem Raum hat alles seinen Platz, auch in den kleineren Bildformaten. In jedem seiner Werke versiegelt ist der Spaß an Komposition und Form-Erfindungen.

In „Spät“ sitzen zwei Personen bei Nacht in einem Auto. Eine hat es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht, dabei einen Fuß auf dem Armaturenbrett abgelegt. Die andere raucht auf der Rückbank. Die Qualmwolke zieht aus dem leicht geöffneten Fenster des Fahrzeugs in die Dunkelheit und schiebt sich vor den riesigen, hellen Mond. Das Auto steht vor einer gerodeten Waldlandschaft, wobei das angeschaltete Licht auf eine kurze Fahrpause schließen lässt. Vom Fahrer fehlt jede Spur. Stattdessen tritt eine weitere Person in Erscheinung, von der jedoch nicht mehr als eine Hand zu sehen ist: Unten rechts im Bild taucht sie mit einer Taschenlampe auf, deren Lichtschein von den Augen einer schwarzen Katze reflektiert wird.

Anka Ziefer, August 2021

hello everyone
27.09.-17.10.2021
gefördert durch:

KDFS Stadt Leipzig