Hayahisa Tomiyasu
TTP
17.9. – 15.10.2016


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Hayahisa Tomiyasu - TTP

alle Arbeiten:
2012–2016, 53 x 70 cm, Digital C-Print






Hayahisa Tomiyasu - TTP - Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht, TTP, Galerie b2




Hayahisa Tomiyasu - TTP - Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht, TTP, Galerie b2




Hayahisa Tomiyasu - TTP - Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht, TTP, Galerie b2




Hayahisa Tomiyasu - TTP - Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht, TTP, Galerie b2






Hayahisa Tomiyasu - TTP



Hayahisa Tomiyasu - TTP



Hayahisa Tomiyasu - TTP



Hayahisa Tomiyasu - TTP



Hayahisa Tomiyasu - TTP




Es war am Sonntag, den 14. August 2011.
Kurz nach 15 Uhr ging ich spazieren.
Die Tarostraße entlang, dann die Straße des 18. Oktober.
Als ich um die Ecke der Deutschen National Bibliothek in die Curiestraße bog, begegnete ich einem Fuchs.
Von meinem Standpunkt aus sah ich die rechte Seite seines Körpers.


Der Abstand zwischen uns war nicht groß.
Er bemerkte mich wahrscheinlich nicht oder ignorierte einfach meine Anwesenheit.
Seine Augen waren geschlossen und er schnupperte an den Steinen zwischen dem Fußweg und einer angrenzenden Rasenfläche.
Einige Meter weiter auf dem Weg stand ein Einfahrtsverbotsschild.


Dann hockte er sich ins Gras, bewegte den Kopf einmal nach links und langsam wieder zurück.
Seine Augen waren dabei zu, er machte sein Geschäft.
Als er fertig war, richtete er sich auf und lief dann zügig in Richtung eines Gebüsches.
Kurz davor hielt er an und warf einen Blick in meine Richtung.
Dann verschwand er im Gestrüpp.
Die Spitze seines Schwanzes war leuchtend weiß.


Am Morgen des 30. August 2011 stand ich auf und schaute als Erstes aus dem Fenster.
Mein Zimmer befand sich auf der 8. Etage und ging nach Süden raus.
Vor dem Haus erstreckte sich ein Sportplatz.
Auf der rechten Seite befand sich eine Schwimmhalle und ein kleiner Fußballplatz, an den ein Fitnessclub angrenzte.
Auf der linken Seite gab es einen Sandkasten, eine Laufbahn, einen weiteren großen Fußballplatz und eine Tischtennisplatte.


Da sah ich einen Fuchs auf dem Sportplatz.
Ruhig überquerte er den Sandkasten und die Laufbahn.
Kurz vor der Tischtennisplatte hielt er an.
Er hob den Kopf und blickte in Richtung der Platte.
Dann lief er weiter und ließ den Platz hinter sich.


Seitdem wartete ich oft am Fenster auf ihn, aber er ist nie wieder aufgetaucht.
Allmählich fing ich an die Tischtennisplatte zu beobachten.






engl.

It was on Sunday August 14th, 2011 that I took a walk around 3 p.m.
Down Tarostraße, then Straße des 18. Otkober.
While I was turning the corner of the German National Library veering into Curiestraße, I came across a fox.
From my angle I could see the right side of its body.


The distance between us was rather short.
It probably did not notice me or chose to ignore my presence.
Its eyes were closed and it was sniffing the stones between the sidewalk and the adjacent lawn.
There was a “Do Not Enter” sign a couple of feet away on the sidewalk.


Then it squatted in the grass, tilted its head to the left and back again slowly.
It kept its eyes closed and did its business.
Upon finishing it rightened up and speedily proceeded towards the nearby shrubbery.
Shortly before vanishing into the bushes it stopped and glanced in my direction.
The tip of its tail was glowing white.


On the morning of August 30th, 2011 I got up and looked out the window first thing.
My room was on the 8th floor looking south.
In front of the building was an athletic field.
Located on the right was an indoor swimming pool and a small soccer field, adjacent to a gym.
To the left there was a sand pit, a running track, another larger soccer field and a ping pong table.


I spotted a fox on the athletic field, calmly crossing the sand pit and the running track.
He stopped right before passing the ping pong table and lifted its head to look at it.
Then he went on and left the field.


Ever since then I have frequently been waiting for it from the window, but it never appeared again.
Slowly but surely I started to observe the ping pong table.




Translation: Lukas Holldorf & Kathleen Krol






Hayahisa Tomiyasu
SILBER
27.11. – 20.12.2014


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Hayahisa Tomiyasu - Silber - Ausstellungsansicht



Autos fahren überall. In Deutschland fallen mir japanische Autos auf. Gleichzeitig fallen mir in Japan deutsche Autos auf. Ich schaue mir gern Autos an. Ihre Form reizt mich besonders. Das Auto ist ein Massenprodukt. Wenn ich auf der Straße ein Modell, welches sowohl in Japan als auch in Deutschland zu finden ist sehe, lässt mich das an die PCFunktion “Copy & Paste“ denken. Aber der Hintergrund ist immer verschieden. Während des Sammelns von Autoaufnahmen habe ich begonnen, die auf der Straße liegenden Radkappen zu fotografieren. In Deutschland sind sie mir so erstmals begegnet. Von diesem Zeitpunkt an sind sie tief in meine Vorstellung von Deutschland verankert. Bei der Begegnung mit auf der Straße liegenden Radkappen frage ich mich oft, wie das eigentlich passierte. Um den Moment, in dem eine Radkappe sich von einem Auto löst mit eigenen Augen abzupassen, habe ich paar Tage an einer Kreuzung verbracht, an der oft Radkappen lagen. Aber es passierte niemals. Eines Tages habe ich zuhause ohne größere Erwartungen im Internet „Radkappen rollen“ eingetippt, um Aufnahmen von rollenden Radkappen zu sehen. Es tauchte ein Artikel auf, der mit der Überschrift „Werfen statt Rollen“ versehen war. Auch ein Video gab es, in dem ein Mann eine Radkappe in die Luft warf. Ich konnte entnehmen, dass jährlich in der Stadt Meppen die „Radkappen Weitwurf-Weltmeisterschaft“ stattfindet. Ich habe sofort entschieden, einmal dort hinzufahren.



Cars are everywhere. In Germany I notice Japanese Cars. At the same time I recognize a lot of German cars in Japan. I like looking at cars. Their shape is especially appealing to me. Cars are a mass product. Whenever I see a car model, that exists in both Japan and German, I am inclined to think about the „Copy & Paste“ function on computers. The background is always different though. While collecting photographs of cars, I simultaneously started taking pictures of hubcaps lying on the streets. I encountered this phenomenon in Germany for the first time. From this point on, they were unequivocably linked to my impression of Germany. While observing hubcaps scattered on the streets, I often wondered how that actually happened. In order to capture the moment when the hubcap actually detaches itself from the car with my own eyes, I spent a couple of days at an intersection, where hubcaps were to be seen quite frequently. But it never happened. One day, without expecting to much of it, I happened to search for „rolling hubcaps“ on the internet to see actual pictures of detaching hubcaps. Among the search results was an article captioned „Throwing instead of rolling“. There also was a video of a man hurling a hubcap into the air. From further research I gathered, that there was an annual „hubcap longthrow-worldcup“ in the city of Meppen. I instantly decided, to pay a visit.




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Hayahisa Tomiyasu - Assoziation - Ausstellungsansicht

ASSOZIATION
2009-2013, 55 Bilder, Pigment Print, 32 x 24 cm
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig






Hayahisa Tomiyasu - Frühling - Ausstellungsansicht

FRÜHLING
2013, 7 Bilder, Pigment Print, 15 x 20 cm
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig






Hayahisa Tomiyasu - Genitalien - Ausstellungsansicht

GENITALIEN
2011, 12 Bilder, Pigment Print, 16 x 12 cm
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig









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