Tobias Hild

Vierzehn Jahre Passivität
23.2. – 23.3.2019
aus der Serie Abends kann ich kaum noch arbeiten
42 × 30 cm,
Acryl auf Papier,
2019

Malerei und Passivität klingen wie ein liebgewonnenes Begriffspärchen im Diskurs über künstlerische Tätigkeit. Die Malerinnen empfangen, passiv dem Willen des Bildes ausgesetzt, den nächsten Schritt, der zum gelingenden Bild führen wird. Diese Betonung der Intelligenz der Bilder, das ironische Referieren auf höhere Mächte, die Hervorhebung von Autonomie von Malerei, das Abwerten der Autorinnen hin zur Aufwertung des Werks kann notwendig, angenehm und produktiv sein.

In seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie b2_ thematisiert Tobias Hild unter dem Titel Vierzehn Jahre Passivität einen Kurzschluss des Pärchens Malerei und Passivität: Zwar müssen Autorinnen empfängliche Beobachterinnen für die jeweils vorangegangenen Entscheidungen sein, sie müssen das Bild als Bild also immer wieder neu akzeptieren, doch bleibt jeder Schritt bis zur Eingrenzung des gelungenen Werks dennoch eine aktive Entscheidung.

Dass die Betonung des aktiven Entscheidens zusammen mit einem offenen Beobachten des Bildes gut sein kann, dass Malerei bestenfalls zwischen Passivität und Aktivität oszilliert, zeigen Tobias Hilds neue kleinformatige Papierarbeiten und Gemälde.

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Johannes Listewnik

aus der Serie Abends kann ich kaum noch arbeiten
42 × 30 cm,
Acryl auf Papier,
2019
aus der Serie Abends kann ich kaum noch arbeiten
42 × 30 cm,
Acryl auf Papier,
2019
aus der Serie Abends kann ich kaum noch arbeiten
42 × 30 cm,
Acryl auf Papier,
2019
Load
140 × 100 cm,
Acryl und Öl auf Leinwand
2018–2019
Schädel
40 × 30 cm,
Acryl und Öl auf Leinwand
2018–2019
Mond, Mond
238 × 188 cm,
Acryl und Öl auf Leinwand
2018–2019